Udo Madaus Wahrheit und Recht

"Im Strom der Zeit" Band 2

Vertriebener Mittelstand - verlorene Arbeitsplätze

Herausgeberin Margarete von Schnehen
 
Mitautor Dr. Hermann Koebe

Vorwort: Karl Feldmeyer, 1976 bis 2005 politischer Redakteur und Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) in Bonn und Berlin.
 
Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen der Verweigerung der Rückgabe des von deutschen Kommunisten nach 1945 geraubten mittelständischen Eigentums auf dem Gebiet der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone (SBZ, nach 1949 DDR) sind für Deutschland katastrophal. Seit der Wende sind ganze Landstriche zu Industriebrachen verkommen. Ein selbsttragender Aufschwung ist noch in weiter Ferne. 
 
Das vorliegende Buch rückt erstmalig exemplarisch die Thematik an neun Beispielen von traditionsreichen Firmen unterschiedlicher Branchen und Betriebsgrößen mit ihren familiären Schicksalen in das Licht der Öffentlichkeit. So auch das Beispiel der
Familie und Feuerwehrgerätefabrik Hermann Koebe, Luckenwalde bei Berlin, gegr. 1878. 

Hermann Koebe IV. schildert seine Erlebnisse und Erinnerungen bis in die heutige Zeit.

Den sogenannten "Alteigentümern" wurden nach 1990 keine Brücken gebaut, um in der alten Heimat ihr gestohlenes Eigentum wieder übernehmen zu können und dringend benötigte Arbeitsplätze zu schaffen. 
 
Die umfangreich illustrierten, sowie kenntnis- und detailreichen Beiträge dieses Erinnerungswerkes über Lebens- und Unternehmensschicksale in Mitteldeutschland sind auch Zeugnisse oft bewiesenen Mutes für ein freiheitliches, rechtsstaatliches Deutschland einzustehen, in dem Eigentumsraub keine Rechtfertigung finden darf.

"Wenn die deutsche Öffentlichkeit sich das gefallen läßt, wenn sie nicht nachhaltig auf Aufklärung dringt, dann adieu Rechtsstaat,......"
(Sebastian Haffner zur Spiegel-Affäre). Das passt auch hier.
 
"Erst die Öffentlichkeit einer Angelegenheit stellt demokratische Verhältnisse her. Das gilt nicht nur für das Leben in Diktaturen, sondern auch für das Leben nach der Überwindung der Diktatur".
(Robert Havemann)
 
So soll das
"gebrochene Versprechen" hier wieder in Erinnerung gerufen werden: 
 
"Wir geben die Erklärung ab, ...., dass Bundesregierung und Bürgerschaft des freien Deutschlands niemals anerkennen werden, was an gesellschaftlichen Strukturveränderungen im Machtbereich des Sowjetismus vollzogen wird. Das ist für uns null und nichtig" (Deutscher Bundestag 07.04.1960)
 
Stattdessen wird systematisch durch Unwahrheiten und Lügen Unrecht zu Recht verbogen.  

"Die Willkür der deutschen Gerichte ist schwer enttäuschend"
Prof. Dr. jur. Alfred-Maurice de Zayas
(ehemaliger Sekretär des UN-Menschenrechtsausschusses)
 
"Nach der Buch-Lektüre müsste wohl jeder rechtlich denkende Mensch fassungslos sein"
Prof. Dr. jur. Karl Doehring, Heidelberg

Geschichte ist nur das, was man nicht vergessen hat.
Und ohne "aufschreibende Menschen" gibt es keine Geschichte, ohne "einzelne Gedächtnisse" keine kollektive Erinnerung.
Nur so können wir aus der Vergangenheit lernen und das Erlernte an zukünftige Generationen weitergeben. Sie haben auch ein Recht darauf, und wir eine Pflicht.